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Sehenswert Natur Wandern

Der Schöpfungspfad


Eine sehr abwechslungsreiche und schöne kleine Wanderung ist der Schöpfungspfad.
Der Schöpfungspfad ist als meditative Wanderung gedacht und wurde durch ein Kooperationsprojekt des Netzwerks "Kirche im Nationalpark Eifel" und der Nationalparkverwaltung ins Leben gerufen.
Der Start des Schöpfungspfades liegt mit Station eins bei Simmerath-Erkensruhr/Hirschrott, aber man kann genauso gut von Dreiborn aus starten, so wie wir es bevorzugen.
Die Wegstrecke beträgt dann ca. 12 km.
Wenn Ihr an der kleinen Kapelle in Dreiborn Richtung Wanderparkplatz Thol / Dreiborner Hochfläche fahrt, kommt Ihr zum Ausganspunkt unserer kleinen Wanderung Schöpfungspfad „Dem Leben auf der Spur“.
Der Schöpfungspfad

Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad

Die Wege hier oben sind breite, holprige Feldwege, der Schöpfungspfad selbst führt auch über schmale Pfade, die etwas mehr Trittsicherheit verlangen und für Kinderwagen oder Rollstühle ungeeignet sind.
Hunde müssen im Nationalpark (zum Schutz der Wildtiere und zur eigenen Sicherheit) immer an der Leine geführt werden.
Daran halten sich aber leider viele Wanderer nicht, wie wir immer wieder feststellen.
Vom Wanderparkplatz geht es immer geradeaus durch die Weite der Dreiborner Hochfläche Richtung Hirschrott.
Entlang der alten Panzerstraßen dieses ehemaligen Truppenübungsplatzes erstrecken sich weite Wiesenflächen, die sich mit Waldflächen abwechseln.
Die Wegränder verwandeln sich ab Mai in ein leuchtendes, gelbes Ginstermeer (Eifelgold).
Über den weiten Wiesen trällern die Feldlerchen und im Sommer zirpt es überall in der sengenden Hitze und man kann Grillen, Heuschrecken und verschiede Tagfalter beobachten.

Aber ich muss Euch auch vorwarnen:

Im Sommer gibt es hier unheimlich viele, sehr aufdringliche, bluthungrige Bremsen!
Ich selbst meide (als ihr heißbegehrtes Opfer) in der Bremsen-Hochsaison (meist Juni bis August) die Dreiborner Hochfläche, oder gehe nur mit wedelndem Tuch dort entlang.

Zurück zum Wegverlauf:

Wir laufen etwa 2 km und halten uns links Richtung Hirschrott.
Wir befinden auf der Leykaul, nahe dem ehemaligen Schießplatz im damaligen „Sperrgebiet“ und nahe dem ehemaligen Gehöftes Leykaul (es wurde 2008, nach dem Tod des letzten Bewohners, abgerissen).
An der Informationstafel des Nationalparks gehen wir links auf dem Wiesenweg weiter, der zur 9. Station des Schöpfungspfades führt:

Dem Steinlabyrinth.


Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad

Es hat die älteste bekannte, die kretische Form, eines Labyrinths Labyrinths mit sieben Umgängen.

Ein Labyrinth diente in mittelalterlichen Kathedralen zu Bußübungen, bei denen der Pönitent auf Knien dem Muster folgte und an bestimmten Stationen Gebete sprach.
Das Labyrinth symbolisierte den Weg der Seele zur Erlösung und gleichzeitig die Pilgerfahrt nach Jerusalem

(Quelle: Wikipedia)
Das Labyrinth ist aber sicher auch ein Symbol für unsere eigenen verschlungenen Lebenswege, und es ist gut, ganz zu Anfang des Schöpfungspfades unsere Gedanken Kreisen zu lassen, die Kreise im Labyrinth zu ziehen:
Wir richten unseren Blick in die Mitte, auf den Mittelpunkt des Lebens, auf die Schöpfung und auf den Schöpfer selbst.
Und so gehen wir weiter den Weg entlang hinunter durch den Wald Richtung Hirschrott.
Urige Eichen, Buchen und Fichten prägen das Bild und der Wüstebach plätschert vor sich hin.
Jetzt im Frühjahr können wir hier sehr viele Vögel beobachten und ihrem Gesang lauschen:
Die musikalischen Spuren Gottes in der Schöpfung.
Wir überqueren eine Brücke und halten uns rechts, bis wir nach Hirschrott gelangen.

Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad

Dort geht es rechts Richtung Gaststätte Waldstube steil bergauf über einen wunderschönen „Tunnelweg“, der dann rechts abzweigt zum eigentlichen Beginn der Schöpfungspfades.
Achtsamkeit lautet das erste Thema.

Die Natur und die Schöpfung spricht ihre eigene Sprache und lehrt uns das Leben mit anderen Augen zu sehen und mit anderen Ohren zu hören.

Auf einem kleinen Trampelpfad geht es durch einen schönen Buchenwald mit vermoosten Wurzeln.
Wenig später ändern sich der Wald und auch die Stimmung.
Es wird öde, dunkel und irgendwie starr und leblos.

Wo der Mensch in die Schöpfung eingreift, z.B. durch MONO-KULTUREN schwinden die Artenvielfalt und das Leben.
Die Mono-Kultur Fichtenwälder sind nur ein Beispiel dafür.
Der Schöpfungspfad

Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad

Station 3 richtet unseren Blick dann wieder auf die Vielfalt, die Artenvielfalt, die wir Menschen immer mehr dezimieren und sogar vernichten.
Viele Pflanzen– und Tierarten sind heute (durch uns Menschen und durch unsere Lebensweise) vor dem Aussterben bedroht.
Auch der Mensch ist nur ein winziges Teil im „Werden und Vergehen“.
Und vielleicht sollten wir öfters über Sterben und Tod nachdenken, wie in Psalm 90, Vers 12:
„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“.

Wir kommen an einer kleinen Höhle vorbei, der Weg wird durch Wurzel-Hindernisse und Steine etwas „schwieriger“.
Unser Blick wird auch auf unsere schwierigen Lebenswege gerichtet, auf Steine, über die wir während unseres Lebens stolpern, die wir als Last mit uns schleppen, oder aus denen wir etwas Schönes gestalten können.
Der Weg geht über einen abgesicherten Pfad am Abhang entlang, weiter über Wurzeln und Steine, vorbei an hübschen Felsen.
Der Schöpfungspfad

Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad

Vom dunklen Nadelwald geht es wieder in lichtdurchfluteten Laubwald über.
Und wo es bergauf geht, kommt man irgendwann auch oben an, heraus aus dem dunklen Tal!
Man kann das Licht, die Aussicht genießen, die Gedanken weit öffnen, die Freiheit spüren …

aufatmen!

Jetzt geht der Weg weiter über helle (blühende) Wiesen und umrundet eine Weide.
Wir sind wieder auf der Dreiborner Hochfläche angelangt stoßen wieder auf den bekannten Weg, der zurück zum Parkplatz führt.
Zwei Bänke laden zum rasten ein:

Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad
Der Schöpfungspfad

Eine kleine Auszeit“ in unserem Leben, Atem holen und neue Kraft schöpfen ist immer wieder wichtig.
Und in der Ruhe können wir auch mal wieder Gott danken für all die Schönheit des Lebens.
Nicht nur hasten und ackern, sondern auch Ruhe und genießen ist Teil unseres kurzen, kleine Lebens.
Wir sind nicht nur ein Teil, sondern dürfen auch teilhaben am großen Wunderwerk des Schöpfers.

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Kommentare (6)

  1. Tati

Huhu ihr Lieben,
wäh, Bremsen hasse ich, die machen mich richtig "aggro". Eine wundervolle Gegend und wunderschöne Impressionen! Ich liebe meine Heimat und könnte mir nicht vorstellen hier wegzugehen, aber die Eifel hat einen ganz besonderen...

Huhu ihr Lieben,
wäh, Bremsen hasse ich, die machen mich richtig "aggro". Eine wundervolle Gegend und wunderschöne Impressionen! Ich liebe meine Heimat und könnte mir nicht vorstellen hier wegzugehen, aber die Eifel hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Ich habe dort schon so viel Schönes erlebt und bin immer wieder gerne dort. ❤
Fühlt euch gedrückt, herzliche und sonnige Sonntagsgrüße vom Niederrhein - Tati

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  1. A.Ro    Tati

Liebe Tati,
Vielen Dank!
Die Eifel hat ihren ganz speziellen Reiz ;-)
Waren heute nochmal auf der Runde unterwegs... im gelbgoldenen Blütenmeer des Ginsters.
So wunderschön!

Ja, und die Bremsen sind fürchterlich, da graut es mit jetzt schon...

Liebe Tati,
Vielen Dank!
Die Eifel hat ihren ganz speziellen Reiz ;-)
Waren heute nochmal auf der Runde unterwegs... im gelbgoldenen Blütenmeer des Ginsters.
So wunderschön!

Ja, und die Bremsen sind fürchterlich, da graut es mit jetzt schon wieder vor.
Wünsche dir ein schönes langes Pfingstwochenende!
Herzliche Grüße,
Annette

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  1. Petra Helene

Eine tolle und interessante Wanderung, besonders das Labyrinth würde mich interessieren, aber auch die anderen Stationen. Es gibt viel zu schauen und zu erleben und eine solche Auszeit ist besonders wertvoll, lg von Petra Helene

  1. A.Ro    Petra Helene

Liebe Petra Helene,
wir haben das Glück, genau dort zu wohnen, wo andere Menschen Erholung suchen.
Da können wir öfters solche "größeren Gassi-Runden" drehen.
Das Labyrinth sieht so klein aus, aber wenn man durchläuft, hat es was besonderes.
Herz...

Liebe Petra Helene,
wir haben das Glück, genau dort zu wohnen, wo andere Menschen Erholung suchen.
Da können wir öfters solche "größeren Gassi-Runden" drehen.
Das Labyrinth sieht so klein aus, aber wenn man durchläuft, hat es was besonderes.
Herzliche Grüße,
Annette

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  1. Sabine

Das ist aber eine schöne Wanderung!
Schöne Bilder!
LG Sabine

  1. A.Ro    Sabine

Hallo Sabine,
ja, das ist wirklich wunderschön auf dem Schöpfungspfad.
In den nächsten Tagen wird der Ginster in voller Blüte stehen, dann ist es dort nochmal so schön!
Herzliche Grüße,
Annette

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