Die Hagebutte

Rosa Hella ADR Rose

Natur Garten

Wildrosen oder einfache ungefüllte Rosen mit Wildrosencharakter dürfen in keinem Naturgarten fehlen.

Die stark duftenden Blüten dienen einer Vielzahl von Insekten als Nahrungsquelle und im Herbst haben die leuchtend roten Hagebutten ihren großen Auftritt und dienen vielen Vögeln und Kleintieren als wertvolle Nahrung.
Jeder kennt die Hagebutten Fruchtkörper, bei denen es sich jedoch um eine Sammelfrucht und um eine Scheinfrucht handelt, d.h. eine Frucht, die nicht nur von den Fruchtblättern, sondern auch von Teilen der Blüte gebildet wird.
Im Hagebuttenfruchtfleisch stecken viele kleine behaarte Nüsschen, die wir alle sicherlich in der Kindheit schon mal als Juckpulver ausprobiert haben.
Sowohl die Hagebuttenfruchtkörper als auch die "Kerne" sind wahre "Superfoods", denn sie enthalten viele Vitamine, wie Provitamin A, Vitamin C, B, und E. Außerdem enthalten Hagebutten Mineralstoffe wie Eisen und Zink, sowie Gerbstoffe, Flavonoide, und Lycopin und Pektine.
Vitamin C zum Beispiel ist in Hagebutten deutlich höher enthalten als in Zitrusfrüchten.
Das macht die Hagebutte zum Immunbooster.
Das Lycopin, welches für die Rotfärbung der Hagebutte verantwortlich ist, soll hervorragend zur Prävention von Krebs beitragen und zudem gegen Arterienverkalkung helfen.
Den ungesättigten Fettsäuren der Hagebutten wird eine antientzündliche Wirkung bei Arthrose und Rheuma nachgesagt.
Ein immunstärkendes Oxymel kann man ganz einfach aus ein bis zwei Handvoll Hagebutten und der gleichen Menge Apfelessig und Honig herstellen.


Erntezeit der Hagebutte:
Die beste Erntezeit ist ab September bis in den November hinein.
Die roten Früchte sollen nicht mehr hart sein, sondern auf Druck nachgeben.
Dann quillt das Hagebutten Fruchtmark heraus und kann sogar direkt vom Strauch genascht werden (natürlich ohne die unangenehmen Härchen).
Meist sind die Hagebutten erst nach dem ersten Frost etwas weicher und schmecken dann auch süßlicher.
Sie lassen sich weich auch besser verarbeiten.

Ich sammle von verschiedenen Rosen Hagebutten:
Hundsrose (Rosa canina), Rotblättrige Hechtrose (Rosa glauca), Essigrose (Rosa gallica) und Apfelrosen (Rosa rugosa) sind meine Lieblinge.
Auch einige Strauchrosen und Kletterrosen in meinem Garten bilden Hagebutten, wie die "Mozartrose" oder "Hella" und die Rambler-Rose "Pauls Himalayan Musk".
Die invasive, reichblühende Büschel-Rose (Rosa multiflora) bildet nur kleine Hagebutten.



Neben dem altbewährten Hagebuttentee aus den säuerlich‐süß schmeckenden Fruchtschalen, kann man auch süße Marmeladen, Konfitüre, Mus und Soßen, sowie herzhafte Chutneys aus Hagebutten herstellen.
Auch Likör und Fruchtweine aus Hagebutten sind beliebt.
Schonend getrocknet sind Hagebutten lange haltbar perfekt für Hagebuttentee.
Der Tee muss mindesten acht Minuten ziehen, damit sich der Geschmack entfaltet.
Übrigens ist der Tee nicht, wie erwartet rot, sondern eher hellgelb gefärbt!
Auch aus den Kernen/Nüsschen kann man einen köstlichen Tee bereiten.
Die Kerne müssen jedoch eine halbe Stunde im Wasser köcheln und nochmal genauso lange ziehen, um dem Tee einen zarten, vanilleartigen Geschmack zu verleihen.

Die Verarbeitung der Hagebutten ist mit etwas Mühe verbunden, da die behaarten Nüsschen entfernt werden müssen.
Ich nehme es ganz gelassen und filtere die Härchen durch einen feinen Teefilter.

Bei der Verarbeitung zu Marmelade oder Mus koche ich die halbierten Früchte samt Kernen in etwas Wasser auf und passiere das Ganze dann durch ein sehr feines Sieb.
In Kombination mit Äpfeln schmeckt Hagebutten Mus übrigens absolut köstlich!
Also ran an die tollen Power-Früchte!
Bitte beachtet beim Sammeln in der Natur, dass ihr nicht alle Hagebutten vom Strauch erntet, sondern genügend Früchte für die Vögel und Wildtiere übrig lasst.

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