Faszination Rückepferd

Man nennt sie auch „Sanfte Riesen“ und ihr wunderschöner imposanter Anblick fasziniert wohl irgendwie alle Menschen.

Egal ob Ardenner, Brabanter, Shire Horse, Clydesdale, Noriker, Percheron, oder Schwarzwälder Fuchs, allesamt sind die unterschiedlichen Kaltblutrassen wahre Kraftpakete.
Seit Generationen werden die starken Pferde als Fahrpferd, Zug- und Lastentiere in der Landwirtschaft, und Forstwirtschaft genutzt.
Auch als Schlachttier war und ist (auch heute noch) das Kaltblutpferd in einigen Ländern sehr beliebt.

Gerade in Zeiten der nachhaltigen, naturnahen Forstwirtschaft findet das Kaltblut auch immer wieder mehr Verwendung als „Waldarbeiter auf vier Beinen“ und leistet hervorragende Arbeit beim Holzrücken.
Der Vorteil bei der Arbeit mit Holzrückepferden ist, dass sie im Gegensatz zu schweren Forstmaschinen so gut wie keine Bodenschäden verursachen.
Schwere Forstmaschinen, wie Traktoren und Harvester, brauchen breite Rückegassen, die in den Wald geschlagen werden müssen.
Außerdem verdichten und zerstören die Maschinen den Waldboden auf viele Jahre.
Rücksicht auf die Rinde der verbleibenden Bäume, auf kleine Bäume und Neuanpflanzungen nehmen die schweren Maschinen nicht.
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Die Pferde hingegen brauchen keine breite Rückegasse und können direkt an die einzelnen Bäume heran geführt werden.
Sie ziehen auch in unwegsamen Wäldern die gefällten Holzstämme bis hin zum nächst befahrbaren Weg.
Dort werden die Stämme dann „gepoltert“, also bündig aufeinander gesetzt, um gelagert, oder direkt auf Lastwagen verladen zu werden.
Ein weiterer Vorteil des Pferdeeinsatzes im Wald ist, dass Pferde den Boden nicht durch Kraftstoffe oder Hydrauliköle verschmutzen.
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Ein Rückepferd bringt mehr als 700 kg Körpergewicht auf die Waage, manche sogar 1000 kg!
Sie können bis zu 200 kg Lasten ziehen, aber beim „Rücken“ hinterlassen die Pferde meist nur eine „Schleifspur“ und keine nennenswerten Schäden.
Die Natur kann daher erhalten werden.
Trotz dieser gewaltigen Körpermasse sind die Rückepferde oft sehr wendig und vor allem trittsicher.
Die hohe Zugkraft und die Wendigkeit faszinieren uns immer wieder bei den Belgischen Kaltblütern, die wir ja des Öfteren vor der Linse haben.
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Besondere Charaktermerkmale der Belgischen Kaltblüter sind:
Gutmütigkeit, unglaubliche Nervenstärke und Gelassenheit, Gelehrigkeit und Robustheit.
Das ruhige, unerschrockene Temperament ist bei der Waldarbeit sehr wichtig, denn das Zugpferd darf nicht bei jedem Geräusch von Motorsägen, fallenden Bäumen und brechendem Reisig unruhig werden, oder gar bei wegrollenden oder rutschenden Stämmen in Panik geraten.

Auch die Trittsicherheit ist auf oft unwegsamen, holprigen und rutschigen Waldgebieten sehr wichtig.
Wenn Bäume im Steilhang ins Rutschen geraten kann das für Mensch und Pferd sehr gefährlich werden, da müssen beide perfekt als Team zusammenarbeiten.
Meist nur auf Stimmkommando bewegt sich das Rückepferd durch den Wald und umwindet Hindernisse.
Es reagiert auf die Rufe wie"Jöh“ (geh) „Haar" (links) "Hött" (rechts) "Hüh" (steh).
Diese Teamarbeit benötigt eine solide mehrjährige Ausbildung und Vertrauen von Pferd und Mensch.
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Pferde, Kaltblüter, Naturschutz

Kommentare (1)

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Ich liebe diese Riesen , mein Benny Rasse Knappstrupper hat früher auch mal Holz aus dem Wald ziehen gemacht und das war schon fazinierend
Liebe Sonntagsgrüße Leane

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