HIER UND JETZT

Als ich bei der Lesejury die Bewerbung zum Buch „HIER UND JETZT“ von Peter Maffay entdeckt habe, war ich schon von der ersten Leseprobe total begeistert.

Wow, da schreibt ein Künstler klare Worte, nimmt kein Blatt vor den Mund.
Oh, wie habe ich mich gefreut, dass ich dann auch an der Leserunde teilnehmen durfte und ich euch jetzt dieses tolle Buch vorstellen darf.
Schon das Cover zeigt einen ganz anderen Peter Maffay, den ich selber nur als Rocker und Musiker „kenne“.
„Kennen“ ist ja nun wirklich nicht das richtige Wort.
Aber durch das Buch lernt man einen ganz anderen Peter Maffay kennen: Den Menschen Peter Maffay.
Ich nehme es gleich vorweg:
Dieses Buch ist wie eine Liebeserklärung an das Leben, an die Natur und an die Mitmenschen, die Peter Maffay durchs Leben begleiten.
Daten zum Buch:
  • Titel: Hier und Jetzt – Mein Bild von einer besseren Zukunft
  • Autor: Peter Maffay
  • Co-Autor: Gaby Allendorf
  • Lübbe Sachbuch, Politik und Gesellschaft
  • Hardcover 256 Seiten
  • Verlag: Lübbe Verlag
  • ISBN: 978-3-431-05004-2
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Ersterscheinung: 31.01.2020
Über den Inhalt:
Die TABALUGA HÄUSER oder die Peter Maffay Stiftung sind ja sicherlich vielen Menschen ein Begriff.
Dort können benachteiligte und/oder traumatisierte Kinder Kraft schöpfen und wieder Vertrauen in sich selbst und andere aufbauen.

In seinem Buch „HIER UND JETZT“ nimmt Peter Maffay den Leser auf eine sehr herzliche und persönliche Weise mit auf einen Rundgang durch das Gut Dietlhofen.
Dieses Anwesen ist ein Erlebnisbauernhof für ökologischen Anbau von Obst und Gemüse, ein Naturparadies, sowie der Standort des neuen, mittlerweile vierten, TABALUGA Hauses.
“Peter Maffay HIER UND JETZT“

In jedem Satz, den ich gelesen habe, spiegelt sich Peter Maffays Liebe zur Natur, zum Gut Dietlhofen oder zu den Mitmenschen wider.
Besonders die Mitmenschen und die Menschlichkeit sind Peter Maffay wirklich wichtig.

„Eine Gesellschaft, in der nur das „ICH“ zählt, kann auf Dauer nicht funktionieren“
(Seite 12)


Während unserer „persönlichen Gutsbesichtigung“ schwärmt Peter Maffay so liebevoll und detailgetreu von der Schönheit des Baches, der über das Gut verläuft, genauso wie über seine freundschaftliche Beziehung zu den Hühnern und den Bisons auf dem Gelände.
Immer wieder staune ich über die Liebe zum Detail eines aufmerksamen (Natur-) Beobachters.

Umweltverschmutzung, Landversiegelung, und der „organisierte Wahnsinn“ der EU-Hygienevorschriften werden ebenso diskutiert, wie Peter Maffays Faible fürs Kehren und seine Vorlieben für Schokolade und Currywurst.
“Peter Maffay HIER UND JETZT“

Ich musste wirklich manchmal herzhaft schmunzeln.
Jeder Standpunkt wird ausführlich erläutert und erklärt, manchmal in so einfachen, lebendigen Worten, als ob er alles einem Kind erklären wollte.

Ganz besonders haben mir Peter Maffays Worte über seinen Glauben gefallen:

„Zu glauben bedeutet für mich, die eigene menschliche Begrenztheit zu akzeptieren und für wesentliche Fragen des Lebens eine höhere Instanz anzusprechen. … Mit Gott ist ein Dialog noch möglich, wenn alles andere nicht mehr funktioniert.“
(Seite 130)

„Jesus hat nicht gesagt: “Wir müssen raffen“, sondern: “Wir müssen teilen.“
(Seite 128)

Auch die Politik kommt nicht zu kurz und Peter Maffay sagt ganz klar, was er darüber denkt, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Sicher eckt er mit seiner Meinung über ein Zuwanderungsgesetz und die „beiden unterschiedlichen Sachverhalte, Flucht und Asyl einerseits und Migration und Zuwanderung andererseits“ an, aber es sind klare und wahre, gut begründete Worte.

„Wir sollten nicht mehr versprechen, als wir auch tatsächlich leisten können.
Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist, dass wir ab einem gewissen Punkt gar nicht mehr zu helfen vermögen.“
(Seite 196)

In siebzig Jahren hat Peter Maffay einiges an Lebenserfahrung gesammelt, und macht sich natürlich auch mal Gedanken über das Ende.
Und auch hier ist mir ein Satz sehr zu Herzen gegangen:

„Das Spiel unseres Lebens pfeift ein anderer ab. Wir alle unterliegen ein und demselben Schicksal. Nämlich zu gehen, wenn es so weit ist“
(Seite 250)



Mein Fazit:
Ich muss es nochmal sagen:
Dieses Buch ist wie eine Liebeserklärung an das Leben, an die Natur und an die Mitmenschen, die Peter Maffay durchs Leben begleiten.
Ich finde das Buch superinteressant.
Es ist spannend und berührend hinter die Kulissen des Musikers zu schauen.
Man muss Peter Maffays Musik nicht mögen, aber wenn man dieses Buch gelesen hat, hat man den Menschen Peter Maffay automatisch lieb gewonnen -ganz sicher!
Ich finde es toll, wie persönlich, offen und freundschaftlich dieses Buch ist, wieviel Herzblut in seinen Worten steckt.
Bei allem, was Peter Maffay durch seine Musik und sein TABALUGA Lebenswerk geleistet hat, er ist wirklich „am Boden geblieben“.
Gut Dietlhofen ist mir direkt an Herz gewachsen, und ich glaube, ich muss da unbedingt mal hin, einfach nur, um die Bisons zu beobachten und dem Plätschern des Baches zu lauschen, frisches Gemüse vom Feld selbst zu ernten, und vielleicht auch DANKE für dieses Buch zu sagen.
Danke der Lesejury und dem Bastei Lübbe Verlag für diese „Schnellleserunde“, die ich auch erst 2 Tage später starten konnte.
Ich muss mir das Buch nochmal in aller Ruhe durchlesen, da stecken so viele gute Worte und Ideen drin.
Ich könnte euch noch so viele schöne, tiefgehende Zitate aus dem Buch vorstellen, aber ich glaube, dann hätte ich die Hälfte des Buchs schon kopiert.
SELBER LESEN! Ehrlich, es lohnt sich!
Was ich selber immer wieder denke, nur ersetzte ich „Ziele“ mit „Träumen“, beobachte ich oft bei den Senioren, die mir bei meiner Arbeit begegnen:
"Menschen, die sich keine Ziele setzen, laufen Gefahr zu verkümmern. Zuerst gibt man das Ziel auf, und dann sich selbst.“
“Peter Maffay HIER UND JETZT“
“Peter Maffay HIER UND JETZT“

Seid Ihr neugierig auf das Buch geworden?
Es lässt einen wirklich nachdenken, welche Talente man im Leben genutzt oder vergeudet hat.
Ein letztes schönes Zitat noch zum Schluss, es ist von Peter Maffays Vater:

"Geh mit deiner Zeit gut um, Diese Ressource erneuert sich nicht. Was weg ist, ist weg."
(Seite 251)


Natur, Buchrezension, Naturschutz, Bastei Lübbe Verlag, Peter Maffay, Gaby Allendorf

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