Kinder ihrer Zeit

In Claire Winters neuem Spionageroman „Kinder ihrer Zeit“ geht es mitten hinein in die Zeit des Kalten Krieges, des Mauerbaus in Berlin und den Machenschaften des KGB und der Stasi.


Könnt ihr euch vorstellen, dass ich selber 1987 von der Stasi beobachtet wurde, obwohl ich nie in der DDR gelebt habe… gruselig!
Das hat jetzt nichts mit dem Roman zu tun, aber Ich finde es heute noch unerhört, dass damals meine Post heimlich von der Stasi geöffnet und gelesen wurde, und Menschen in der DDR dadurch Unannehmlichkeiten drohen konnten.
Und heute leben wir in einer Zeit, wo die meisten Menschen mittlerweile freiwillig die digitale Überwachung zulassen und befürworten.
Unvorstellbar!

Nun aber zum Buch „Kinder ihrer Zeit“, welches genau über die Zustände berichtet, als die DDR damals bei geringstem Verdacht die Bürger durch die Staatssicherheit überwachen ließ.
Daten zum Buch:
  • Titel: Kinder ihrer Zeit
  • Autor: Claire Winter
  • Verlag: Diana Randomhouse Verlagsgruppe
  • Hardcover, Erstausgabe 27.Juli 2020, 576 Seiten
  • ISBN: 978-3-453-29195-9
“Claire Winter Kinder ihrer Zeit“

Klappentext zu „Kinder ihrer Zeit“
Schwestern - ein Band für die Ewigkeit Die Zwillinge Emma und Alice werden 1945 auf der Flucht aus Ostpreußen getrennt.
Beide glauben, die andere hätte nicht überlebt.
Emma wächst in Westberlin auf, Alice in einem Heim in der DDR.
Erst zwölf Jahre später finden sie sich überraschend wieder.
Durch Alice lernt Emma den Ost-Berliner Physiker Julius Laakmann kennen.
Als Julius Zeuge einer Entführung wird, gerät er zwischen die Fronten der Geheimdienste.
Dann verschwindet Alice spurlos.
Zu spät erkennt Emma, welcher drohenden Gefahr sie und ihre Schwester gegenüberstehen.
Währenddessen erreicht der Kalte Krieg einen neuen Höhepunkt – Berlin soll für immer geteilt werden ...
“Claire Winter Kinder ihrer Zeit“

Über die Autorin:
Claire Winter –ist das Pseudonym der deutschen Schriftstellerin Claudia Ziegler.
Sie wurde 1968 in Berlin geboren und lebt auch in Berlin.
Die Autorin studierte Literaturwissenschaften und arbeitete einige Jahre als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen.
Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, historische Fakten genau zu recherchieren, um sie mit ihren Geschichten zu verweben, und ihrer Fantasie dann freien Lauf zu lassen.
Gerade die deutsche Nachkriegsgeschichte interessiert sie sehr.
“Claire Winter Kinder ihrer Zeit“

Mein Lese-Eindruck über „Kinder ihrer Zeit“
Wieder einmal versteht die Autorin ihr Handwerk, den Leser auf eine spannende und fesselnde Zeitreise zu schicken.
Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich dieses Buch gepackt.
Claire Winter hat mich mit ihrem so lebendigen und flüssigen Schreibstil direkt in das Geschehen hineinkatapultiert.
Der Roman beginnt im Jahr 1945, der Zeit, als die sympathischen Roman-Zwillinge Emma und Alice mit ihrer Mutter in Ostpreußen auf der Flucht waren.
Eisige Kälte, Angst und Hunger treiben die drei voran, und tragische Umstände führen zu einer Trennung der Zwillinge.
Während Emma mit ihrer Mutter nach West-Berlin gelangt und dort ein neues Leben beginnen darf, wächst Alice in einem Kinderheim in Brandenburg auf.
Keiner der Beiden glaubt, dass die andere Zwillingsschwester noch lebt.
So ist es eine riesige Überraschung, als sich Alice und Emma zwölf Jahre später wieder begegnen.
Man spürt als Leser schnell die Verfremdung, und wie sehr sich die einst so vertrauten Zwillinge in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben.
“Claire Winter Kinder ihrer Zeit“
“Claire Winter Kinder ihrer Zeit“

Alice lebt in Ost-Berlin, wo die Staatssicherheit über alles wacht, und der Kalte Krieg Deutschland schon spürbar in zwei Teile trennt.
Alice macht Emma mit dem Physiker Julius Laakmann bekannt.
Emma verliebt sich in Julius.
Dieser wird Zeuge einer Entführung und gerät plötzlich selbst in Gefahr, denn er wird von der Stasi beobachtet und möchte doch nur zu gerne mit Emma im Westen leben.
Gedanken und Gefühle drehen sich wie im Karussell, das Misstrauen und die Angst wächst.
Auch Alice verschwindet auf einmal spurlos, und Emma hat viel zu spät erkannt, welcher drohenden Gefahr sie und ihre Schwester gegenüberstehen.
Es geht um Leben und Tod, und um ein Leben in Freiheit.
Emma versucht alles, die beiden Menschen, die sie so sehr liebt, zu retten.
“Claire Winter Kinder ihrer Zeit“

MEIN FAZIT:
Eine spannende und gelungene Komposition aus Wahrheit und Fiktion!
Ich konnte mich beim Lesen absolut in die Situationen von Alice und Emma hineinversetzen und das Misstrauen und die Angst selbst spüren.
Die Charaktere sind mir als Leser sehr nahe und lebendig, so dass ich mich beim Lesen absolut in die Situationen von Alice und Emma hineinversetzen und wunderbar mitfühlen und mitfiebern konnte, selber misstrauisch wurde und das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Dank der herausragenden Hintergrundrecherche habe ich als Leser auch historisch viel über die Zeit vor dem Mauerbau erfahren, und wie die Ereignisse damals gedeutet wurden.
„Kinder ihrer Zeit“ ist von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd und ergreifend.
Lesevergnügen und Spannung pur!

Buchrezension, Roman, Randomhouse, Claire Winter

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