San Simili

San Simili

Buchrezension Ulla Wohlfahrt Märchen Kinderbuch

SAN SIMILI, das Märchen von Ulla Wohlfahrt mit Zeichnungen von Lilla Varhelyi.


Es war einmal vor langer Zeit, damals, im vergangenen Jahrtausend, da spielte meine kleine Nichte mit ihren bunten Plastikpüppchen in ihrer Ritterburg.
Der böse schwarze Ritter, die schöne Prinzessin …
Damals kam meine Mutter, bzw. Oma Ulla auf die Idee, ein Märchen für meine Nichte zu inszenieren, denn alle Kinder lieben Märchen, Ritter, Pferde, Prinzen und Prinzessinnen.
Das Märchen wurde als kleiner Trickfilm mit bunten Plastikpüppchen umgesetzt, der dann mit der kindlichen Stimmer meiner kleinen Nichte vertont wurde.
San Simili war geboren!
“SAN SIMILI von Ulla Wohlfahrt“

Meine Nichte wurde größer, die bunten Püppchen wanderten in eine Kiste, aber die Idee vom Märchen blieb über all die Jahre bestehen.
Ein Buch sollte aus diesem Märchen werden, ein buntes Kinderbuch für große und kleine Kinder – und ganz besonders für kranke Kinder!
Denn dass diese Geschichte nicht nur Freude beim Lesen bereiten sollte, sondern auch irgendwie einem guten Zweck dienen sollte, war Ulla wichtig.
So wurde die Geschichte von San Simili beinahe zwanzig Jahre später zu Papier gebracht.
Es fehlten nur noch schöne Bilder dazu.
Eigentlich hätte man die kleinen Plastikpüppchen aus dem damaligen Trickfilm verwenden können, aber da war dann noch die Sache mit den Lizenzgebühren.
Selbst für einen guten Zweck konnte man diese nicht umgehen, und leider gab die Firma einen mehrstelligen Betrag an, der die Idee von einem bebilderten Kinderbuch fast zu Nichte machen sollte.
Eine Künstlerin wurde gesucht, und wie der Zufall es wollte, kannte mein Bruder eine wirklich ausgesprochen talentierte Künstlerin:
Lilla Varhelyi, die uns dann alle mit ihren Bildern begeisterte.
So viel Liebe zum Detail zeugte von großer Freude ihrerseits beim Anfertigen der Bilder.

Unsere ganze Familie erwartete sehnsüchtig jede neue Zeichnung der insgesamt elf angefertigten Illustrationen für das kleine Buch San Simili.
Die Entstehung der Bilder entpuppte sich ebenfalls als sehr interessant.
So musste Lillas Ehemann des Öfteren für einige Bilder Modell stehen.
“SAN SIMILI von Ulla Wohlfahrt“

Wir haben die „Vorherfotos“ und die fertige Zeichnungen bestaunen können und waren fasziniert über die Umsetzung.
Meine Schwester Uli gestaltete das Layout des Buches, einige freundliche Nachbarn lasen die Geschichte gewissenhaft zur Korrektur, um möglichst alle Schreibfehler zu finden … und jetzt ist es endlich auf dem Markt:
SAN SIMILI, das Märchen von Ulla Wohlfahrt mit Zeichnungen von Lilla Varhelyi
Im friedlichen Königreich »San Simili« verbreitet sich immer mehr Sorge, denn die Nachfolge des vom Volke sehr geliebten und geschätzten Königs Similius droht, aufgrund eines alten Gesetzes, an seinen düsteren, machtgierigen und rücksichtslosen Bruder Pepetal zu fallen.
Ob sich das Unheil noch verhindern lässt?
Die Geschichte über San Simili erfreut nicht nur Kinder, ich lese sie auch den Senioren, die ich als Betreuungsassistent betreue, vor.
Sie mögen die Geschichte sehr!

Und wisst ihr, was noch viel besser ist?

San Simili wird krebskranken Kindern helfen!
Der Erlös des Bilderbuches ist bestimmt für die HILFSGRUPPE EIFEL (Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder).
“SAN SIMILI von Ulla Wohlfahrt“

Also, wenn ihr noch kein Weihnachtsgeschenk habt für Kinder, Enkel, Urenkel oder Omas und Opas:
San Simili erfreut Jung und Alt!
San Simili ist ab sofort in zwei verschiedenen Versionen im Buchhandel erhältlich- als Paperback/Taschenbuch für 8,00 €, ISBN 9783752624045, und als Hardcover für 17,00 € ISBN 9783752624946.
Bestellungen und weitere Infos auch unter sansimili.eifelwebs.de
Natürlich haben wir Lilla auch einige Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Zeichnungen gestellt:
Was hat dich so begeistert an San Simili, als meine Mutter gefragt hat, ob du die Zeichnungen anfertigen möchtest?
Erstmal die neue zeichnerische Herausforderung, ein Märchenbuch zu illustrieren. Als ich dann das genaue Thema hörte fielen mir einige beliebte Kinderbücher von früher ein. Als kleines Mädchen liebte ich Märchen, besonders die mit Königen und Prinzessinnen und las sie gefühlt tausend mal immer wieder. Die schönen Bilder kannte ich bis ins kleinste Detail auswendig. Hinzu kommt, dass ich ein Faible für das Mittelalter habe, viele Jahre lang spielte ich mittelalterliche Musik auf alten historischen Instrumenten. Es passte also alles zusammen!
Was war dein schönstes Erlebnis bei der Anfertigung der Zeichnungen?
Das Fotoshooting mit meinem Mann Walter für das Bild „Pepetals Fütterung“. Nachdem mir klar geworden ist, dass ich gute Vorlagenfotos für die beiden Figuren brauche suchte ich mal schnell Kleidungsstücke und Utensilien zusammen . Wir saßen vorher schon beide am Zeichentisch und zeichneten -wie jeden Abend- still vor uns hin. Ich sagte plötzlich: du musst jetzt sofort als Modell herhalten, ich bringe mal paar Sachen.....und es ging los. Hatten viel Spaß und es war teilweise sehr schwierig um nicht immer wieder loszulachen. Die Fotos sind aber gut geworden!
Wie lange hast du für eine Zeichnung zur Fertigstellung gebraucht?
Sehr unterschiedlich lange. Es gab Zeichnungen für die ich sofort eine brauchbare Idee hatte. Manchmal musste ich auf den Kuss der Muse länger warten. Dann ging ich auf „Modellsuche“ , das konnte auch ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Immer wieder gab es Veränderungen, bis ich die endgültige Vorzeichnung fertigstellen konnte. Ab dann ging es dann relativ schnell. Ich bin aber eine langsame Zeichnerin und lasse mir gerne viel Zeit für die Details. Es sind auch viele dünnen Farbschichten übereinander gelegt bis ein Faltenwurf z.B. so aussieht wie ich es gerne hätte. Für mich ist das Zeichnen ein ständiger Auf und Ab der Gefühle. Manchmal kämpfe ich stundenlang, dann wird es sehr meditativ und entspannend. Dabei schaue ich nicht so gerne auf die Uhr....
Welche Farben/ Technik hast du beim Zeichnen angewendet?
Alle Zeichnungen sind Pinselzeichnungen mit Tuschefarben auf Büttenkarton. Tusche ist auf Acrylbasis und trocknet fast augenblicklich, daher sind Korrekturen nur sehr bedingt möglich. Ich verdünne sie mit Wasser und mische die Farben beliebig untereinander. Selten benutze ich die Farbe direkt, unverdünnt aus der Flasche. Diese Technik habe ich mir in den letzten Jahren nach und nach selbst erarbeitet. Außerdem verändert sie sich immer wieder. Das merke ich erst so richtig, wenn ich Bilder der letzten Jahre miteinander vergleiche. Alles ist im Fluss....
Welches Bild gefällt dir persönlich am besten?
Puh...diese Frage kann ich kaum beantworten. Ich habe bestimmt ein ganz anderes Verhältnis zu den Bildern, als der Betrachter. Ich kenne sozusagen die ganze Geschichte zu jedem Bild und die fließt da mit rein......aber gut, wenn ich mich entscheiden soll, dann nehme ich das Titelbild. Das war übrigens das letzte was ich gezeichnet habe und ich weiß noch wie traurig ich plötzlich war, als es auch fertig wurde.
Was ist dein Wunsch für San Simili?
Dass es so viel Menschen wie möglich erreicht und berührt. Dementsprechend wünsche ich der Hilfsgruppe Eifel eine satte Spende! Hiermit bedanke ich mich nochmal bei Ulla Wohlfahrt dass sie mich mit dieser wunderschönen Aufgabe betraut hat und mir so viel freie Hand gegeben hat. Es war für mich eine absolut unkomplizierte, herzliche und inspirierende Zusammenarbeit.

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