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Sehenswert Wandern Buchrezension

Sonntagstour


Über 313 Kilometer schlängelt sich der Eifelsteig auf naturbelassenen Pfaden von Aachen-Kornelimünster bis nach Trier und bietet mit dem Hohen Venn, Nationalpark Eifel, Lampertstal, Liesertal und der Vulkaneifel grandiose Aussichten.
Obwohl wir den Eifelsteig quasi vor der Haustüre haben und immer wieder auf einzelnen Abschnitten darauf spazieren gehen, haben wir die 15 Etappen noch nie komplett erwandert.
Das wollen wir doch jetzt mal in Angriff nehmen, und so nach und nach die 15 Etappen erkunden.

Einen schönen Einblick in die 15 Etappen des Eifelsteigs erhält man durch den Rother Wanderführer Eifelsteig von Jürgen Plogmann.

Den Wanderführer Eifelsteig haben wir zur Rezension kostenlos vom Bergverlag Rother erhalten.

  • Daten zum Rother Wanderführer:
  • Eifelsteig: Von Aachen bis Trier
  • Autor: Jürgen Plogmann
  • 3. Auflage 2016
  • 128 Seiten mit 68 Farbabbildungen
  • 15 Höhenprofile, 15 Wanderkärtchen im Maßstab 1:75.000, 3 Stadtpläne im Maßstab 1:15.000, 2 Übersichtskarten im Maßstab 1:750.000 und 1:1.000.000
  • Format 11,5 x 16,5 cm
  • kartoniert mit Polytex-Laminierung
  • ISBN 978-3-7633-4065-1
  • 14,90 Euro


Der handliche Wanderführer passt in jede Jackentasche und bietet die wichtigsten Infos zu allen 15 Etappen des Eifelsteigs.
Gleich zu Beginn jeder Routenbeschreibung findet man die Angabe zur Länge der entsprechenden Etappe und zur Wanderzeit.
Des Weiteren enthalten die Tourenbeschreibungen Kurzinformationen zum Ausgangspunkt, zur Anfahrt / Parkmöglichkeit und zur öffentlichen Nahverkehrssituation am Start- und Zielpunkt, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, sowie Tipps.
Eine kleines Höhenprofil mit km- und Zeitangaben, sowie eine kleine Karte mit dem Maßstab 1:75000 gibt Einblick in die Gehzeit und zu den Höhenunterschieden.
Die Wegbeschreibungen sind gut lesbar und nachvollziehbar.
Mit der abgebildeten Wanderkarte und der Wegbeschreibung kann man sich gut orientieren.
Da der Eifelsteig sehr gut ausgeschildert ist, benötigt man eigentlich keine Extra-Wanderkarte.
Bevor es los geht gibt der Wanderführer interessante Informationen über die Eifel, über die besten Wanderzeiten und über Wanderkleidung und Ausrüstung.
Aachen und Trier werden extra portraitiert.


Meine erste Tour habe ich an einem sonnigen Wintertag absolviert.
Ich hatte mir die landschaftlich weniger abwechslungsreiche Etappe 5 von Gemünd nach Steinfeld ausgesucht, die durch den Schnee dann ganz reizvoll war.

Die Tour ist sehr detailliert im Wanderführer beschreiben und ich habe mich gut damit zurechtgefunden.
Wie oben schon erwähnt, ist der Eifelsteig aber auch sehr gut beschildert.
Da zwei Tage zuvor Sturm „Friederike“ gewütet hatte, startete ich in Olef, denn über die Kuckucksley durch den Wald wollte ich nicht alleine durch den Schnee stapfen.

In Olef startete ich an der Pfarrkirche (mit dem Westturm aus dem 13. Jahrhundert) und lief entlang der hübschen alten Fachwerkhäuser und der Gleise, wo in den Sommermonaten der historischen Schienenbus der Oleftalbahn zwischen Kall und Hellenthal verkehrt.
Direkt an den Gleisen führt der Eifelsteig links, etwa 100 Meter bergauf entlang der Wohnhäuser, dann sofort rechts ab Richtung Selbachtal.


Der Schnee hatte den Wald in eine kleine Märchenwelt verzaubert.
Rasch wurde der Weg steiler, und trotz der gerade mal Null Grad kam ich mächtig ins Schwitzen.
Pepperhund folgte mir freudig durch den hohen Schnee, und wir hinterließen die ersten und einzigen Spuren an diesem Morgen.
Es war so friedlich und still, nur die Vögel zwitschern und einige Rehe huschen durch den Wald.
Nachdem ich die letzten steilen Meter durch den Schnee gestapft war, streikte Pepper und ich sah die dicken Schneeballen an ihren Beinen, die ich schnaufend entfernen musste.


Auf den nächsten 4 Kilometern bilden sich dann alle 5 Minuten immer wieder teilweise fußballgroße Schneeballen an Peppers Beinen und unter dem Bauch.
Ein Weiterkommen war so kaum möglich, denn ich musste ständig anhalten und neue dicke Schneeballen von Peppers Beinen abschlagen.
Das konnte ja heiter werden!

Kurz oberhalb von Golbach hörte ich die Kirchenglocken 12 Uhr läuten und freute mich, dass ich trotz der ständigen Schneeballenpausen gut in der Zeit lag.
Ab Golbach wurden die Wege matschig und die Schneeballen waren passé.
An einem Holzkreuz legten Pepperhund und ich eine kleine Rast ein, bevor es wieder über verschneite Wege nach Steinfelderheistert aufwärts ging.

Auf der Höhe konnte ich die weiße Winterlandschaft, die unter strahlendblauem Himmel glitzerte, genießen.
In der Ferne konnte ich schon Kloster Steinfeld sehen und es lagen nur noch 2 km vor uns.
Der Weg führte noch einmal hinab ins Tal und dann auf einem kleinen Pfad wieder hinauf.
Hier versank ich knöcheltief im Matsch und eine kleine Rutschpartie begann.

Oben angekommen erreichte ich die Klostermauern und erfreute mich am Anblick des Kloster Steinfelds im Sonnenschein.

Die Uhr schlug zur vollen Stunde, und ich war überrascht, dass ich die ganze Strecke in drei Stunden geschafft hatte.

Übrigens:
Die geschichtlichen Anfänge des Klosters reichen bis in die Zeit um 919-936 n. Chr. Zurück.
Die Basilika wurde als eine der frühesten deutschen Gewölbekirchen im romanischen Stil zwischen 1142 und 1150 erbaut.

1923 wurde das Kloster von der Ordensgemeinschaft der Salvatorianer übernommen.

Heute befindet sich in der Klosteranlage das Internat und Gymnasium – Hermann Josef Kolleg, sowie ein Gästehaus mit Seminarräumen, sowie eine Cafeteria.
Es war mir dort allerdings viel zu überlaufen, sprich: Zu viele Touristen!


Da Bernhard mit " Den Blauen Belgiern" unterwegs war, konnte er mich nicht in Steinfeld abholen.
So bin ich dann den matschigen Pfad wieder hinunter geschlendert und habe in Steinfelderheistert eine Freundin besucht und mich bei ihr mit heißem Kakao aufgewärmt bis Bernhard mich dann abgeholt hat.
Die erste Wanderung und die ersten Sonnenstrahlen im Jahr 2018 taten richtig gut!

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Kommentare (4)

  1. Tati

Servus,
wenn ich den Beitrag lese und die Fotos anschaue, freue ich mich schon jetzt auf meinen nächsten Eifelbesuch. Im Frühjahr fahre ich erst mal mit meinen Eltern hin und ich hoffe doch ganz stark, dass wir uns dort in diesem Jahr auch...

Servus,
wenn ich den Beitrag lese und die Fotos anschaue, freue ich mich schon jetzt auf meinen nächsten Eifelbesuch. Im Frühjahr fahre ich erst mal mit meinen Eltern hin und ich hoffe doch ganz stark, dass wir uns dort in diesem Jahr auch wieder treffen.
Eine schöne Restwoche und viele liebe Grüße - Tati

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  1. Annette    Tati

Liebe Tati,
oh ja, ich hoffe, wir sehen uns dieses Jahr auch wieder :-)
Wenn ihr in Heimbach seid, gibt es ja dort auch viele schöne Touren.
Dir wünsche ich ein schönes Wochenende,
herzliche Grüße,
Annette

  1. Leane

Wow beeindruckende Bilder und so viel Schnee bei deiner ersten Wanderung und pepper war auch dabei , wünsche dir einen schönen Start in die neue Woche
Liebe Grüße Leane

  1. Annette    Leane

Liebe Leane,
dankeschön :-)
Das hat so richtig gut getan ...wird Zeit, dass es wieder länger hell wird und man wieder längere Touren unternehmen kann.
Wünsche dir auch eine gute Woche!
Herzliche Grüße,
Annette

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