Vennwanderung Ternell

Vennwanderung Ternell

Wandern Belgien

Heute nehmen wir euch mit auf eine Wanderung durch das Kutenhartvenn beim Haus Ternell, entlang der steinigen Bachläufe des Getzbaches, über Wurzelpfade und durch die herbstliche Farbenpracht der Vennlandschaft.


Ganz in der Nähe von Monschau befindet sich das belgische Naturinformationszentrum Haus Ternell.
Hier starten wir unsere Wanderung durch das Kutenhartvenn. Ternell Hertogenwald Moos Vom Parkplatz aus überqueren wir die Straße und tauchen in den Hertogenwald ein.
Zuerst führt uns die Strecke rechts über einen breit asphaltierten Weg, scheinbar endlos lange geradeaus.
Abwechslung bietet hier ein Blick hinunter zum plätschernden Getzbach und auf die Felsenlandschaft auf der gegenüberliegenden Bachseite.
Auch ein kleiner Wasserfall erfreut unser Herz, obwohl er aktuell kaum Wasser führt. Getzbach bei Ternell An einer Brücke gelangen wir hinunter zum Bach und machen eine kleine Fotopause, denn die Steine, das rostbraune klare Wasser und das Herbstbunt sind wirklich schön!
Unser Weg führt aber weiter entlang der öden Teerstraße bis zur Bank an der nächsten Kreuzung, wo wir uns eigentlich links halten müssen zum „Christian- Jansen Kreuz“.

Leider ist der Weg gesperrt, da die Begehung lebensgefährlich ist.
Durch die Unwetter im Sommer sind einige Teile des Venns unbegehbar geworden.
Erwischt! Wir hätten uns ja vorher schlau machen können, denn es empfiehlt sich immer, vor der Wanderung durchs Venn Informationen über Wegsperrungen einzuholen.
Nicht nur bei großer Trockenheit/Waldbrandgefahr oder auch zur Brutzeit oder Jagdzeit könnten einige Wege gesperrt sein, sondern auch seit dem sommerlichen Unwetter 2021 sind einige Wege noch gesperrt.
Dies wird mit dem Hissen einer Roten Fahne signalisiert oder eben durch Verbotsschilder.
Mehr Informationen findet man auch auf der Seite von Ostbelgien.

Aber wir sind ja flexibel und halten uns rechts, um nach wenigen Metern links über die „Verbrannte Brücke“ in die Vennlandschaft zu gelangen.
Das Venn hat so viele Gesichter, alle sind faszinierend.
Wichtig ist es, auf den vorgegebenen Wegen zu bleiben.
Das Venn ist ein Naturschutzgebiet, dessen Bewohner nicht unnötig gestört werden sollen.
(Und wir haben ausgerechnet einen Tag erwischt, wo hier im Venn keine Herbst -Treibjagd stattfindet, die alle Lebewesen in Unruhe und Gefahr bringt.)

Nun ja, der Boden unter unseren Füßen wird merklich weicher und feuchter, da wollen wir sowieso nicht vom Wege abkommen um möglicherweise im Moor stecken zu bleiben.
Der Wiesenweg führt uns durch das „Rotenbüchel“ und wir halten uns an der nächsten Abzweigung links und folgen einer breiten Schneise immer den Wildschweinspuren.
Der scheinbar unendliche gerade Weg führt uns über von Wildschweinen aufgewühlten Boden zu einer schon von weitem sichtbaren kleinen Birkenallee.
Hier halten wir uns wieder links und gelangen zurück auf die ursprünglich gewählte Route.


Das Pfeifengras leuchtet herbstlich goldorange, die von Farn bedeckten Weiten wirken mattbraun.
Die Birken haben schon zum größten Teil ihr Laub verloren, das Heidekraut ist längst verblüht.
Der Weg ist teilweise richtig nass und matschig und wir freuen uns über einen kleinen Steg, der uns trocken weiterführt.
Wir gelangen schließlich zum Eschbach und nun geht es bergab über steinige Pfade, die uns wie ein trockenes Flussbett vorkommen.
Oft sind wir uns gar nicht sicher, ob wir uns überhaupt noch auf einem Weg befinden. Wir laufen schließlich auf einem schmalen Pfad mitten durch die felsige Landschaft am Getzbach und gelangen links zu einer Brücke.
Ganz in der Nähe liegt die Wesertalsperre, die wir uns sicher bei einer anderen Tour mal anschauen werden.
Das, rostbraune klare Wasser des Getzbaches und der steinige Bachlauf nehmen uns wieder in ihren Bann, aber auch die nun folgende letzte Wegpassage entpuppt sich als wunderschöner Pfad über Steine und Wurzeln, steil hinauf Richtung Ausganspunkt Haus Ternell.

Eine schöne Tour, auf der die Zeit wie im Flug vergeht.
Streckenlänge: 12 km, ca. 3 Stunden Gehzeit
Den genauen Wegverlauf findet ihr auch auf Outdooractive.

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