Westwall und Eifelkreuz

Wanderweg Westwall und Eifelkreuz

Wandern Belgien

Der Wanderweg 21 Westwall und Eifelkreuz ist eine Wanderung durch abwechslungsreiche Landschaft, teilweise direkt auf den Überbleibseln des Westwalls.

Die Originalroute startet in Simmerath, da wir die Ortschaft jedoch meiden möchten, beginnen wir unsere abgewandelte Rundwanderung etwas außerhalb des Ortes am Friedhof Simmerath.

Unser Weg führt uns entlang eines Kreuzweges durch eine alte Buchenheckenallee hinab zum Auelt-Pfad, den wir über eine kleine Brücke erreichen.

Der Trampelpfad ist wirklich sehr schön und idyllisch, er führt durch Nadelwald, später durch Mischwald, entlang der Kall.
Wir überqueren das Flüsschen über eine Steinbrücke.
Wir folgen dem Weg weiter geradeaus durch den Wald und stoßen dann automatisch auf den Wanderweg 21 Westwall und Eifelkreuz.
Leicht ansteigend erreichen wir nach kurzer Zeit das Eifelkreuz und genießen die Aussicht über Wiesen und Felder.


Das Eifelkreuz dient als Mahnmal gegen den Krieg und soll an die über 68.000 Menschen erinnern, die 1944 in der „Schlacht um den Hürtgenwald“ hier in der Eifel ihr Leben lassen mussten.

Bald schon erblicken wir die ersten „Drachenzähne“ des Westwalls.
Die Höckerlinie finde ich sehr bedrückend, und ich stelle mir für jeden Höcker einen Grabstein vor, der an all die Toten des 2. Weltkrieges erinnert.
Wir laufen an einem Alpakahof vorbei, überqueren die Landstraße und gelangen schnell ins Paustenbacher Venn.
Auf Naturwegen und Holzstegen geht es durch die Wälder der Moorlandschaft mit aktuell weißen „Wollgraspuscheln“.

Nach einiger Zeit erreichen wir wieder offene Wiesen und der Weg führt uns Richtung Konzen zu einem Hexenplatz im Kranzvenn.
Leider fehlte die Bedienungsanleitung für den Hexenbesen, und uns ist auch kein passender Zauberspruch eingefallen, daher mussten wir die nun folgenden asphaltierten und befestigten Wege zu Fuß meistern.


Fast unscheinbar führt der Weg plötzlich links in den Wald genau über den Betonstreifen des Westwalls.
Wem die Wegführung zu schmal und gefährlich erscheint, der kann eine Alternativroute laufen.
Wir entscheiden uns für die Höckerlinie.
Was für ein krasser Gegensatz!
Während wir bei schönstem Sommerwetter das Vogelgezwitscher und die sattgrüne Natur genießen, machen wir uns gleichzeitig Gedanken über den Irrsinn des zweiten Weltkrieges, über eine 630km lange Beton- und Stahlkonstruktion, die als Panzersperre dienen sollte.
Wir denken an die Menschen, die hier als Zwangsarbeiter schuften mussten und an alle, die hier gekämpft haben und ihr Leben verloren haben.
Dennoch ist es faszinierend, wie gewaltig diese Betonkonstruktion scheint, und wie sich die Natur ihr Reich über die Jahre zurückerobert hat.
Viele seltene Pflanzen und Tierarten haben hier Heimat gefunden, denn die Höckerlinie steht heute unter Denkmalschutz.

Wir laufen etwa 2 km durch die „Drachenzähne“ hindurch und gelangen dann an eine Landstraße, die wir überqueren.
Nach einer kurzen Wegstrecke sind wir wieder auf der Passage, die uns links bergab zu der Steinbrücke und dem Auelt-Pfad führt.
Schön, dass wir dem kleinen Trampelpfad dann nochmal bis zum Ausganspunkt folgen können.


Eine sehr schöne Wanderung, die zwar viele harte und befestigte Wege (und eben die Betonstrecke auf dem Westwall) beinhaltet, die abwechslungsreichen Landschaftseindrücke lenken dafür oft ab.
Auf den Betonabschnitten des Westwalls muss man sich aber auf jeden Fall auf den schmalen Untergrund konzentrieren, denn oft sind Stücke ausgebrochen oder der Stahl könnte zur Stolperfalle werden.
Wanderweg 21 Westwall und Eifelkreuz
  • Schwierigkeit: leicht
  • Strecke: ca. 11 km
  • Dauer ca. 2:30 h
  • Höhenmeter: 124

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