Römische Wasserleitung

Zur Zeit der Römer

Wandern Eifelschleife

Wir wandern heute auf der EifelSchleife Zur Zeit der Römer (Gemeinde Kall), eine knapp 13 km lange Rundwanderung entlang der Urft bis zur Burgruine Stolzenburg und der oberirdisch verlaufenden Römischen Wasserleitung als Höhepunkt.

Manchmal wünsche ich mir, ich könnte eine kleine Zeitreise machen, mich kurz in vergangene Welten beamen, um zu sehen, wie unsere Eifel früher aussah, wie die Burgen aussahen und im heutigen Fall:
Wie das römische Aquädukt gebaut wurde.
Kaum zu glauben, wie die Römer es geschafft haben eine über 94 Kilometer lange, meist unterirdische Wasserleitung von der Eifel bis Köln zu bauen.
Wir starten unsere Runde am Wanderparkplatz an der L204 in der Urfttalstraße.
Entgegen dem Uhrzeigersinn laufen wir zwischen Urft und Felsen entlang.
Linker Hand im Hang befindet sich die Acherlochhöhle, rechter Hand plätschert die Urft friedlich vor sich hin.

Da wir eine Wegmarkierung übersehen haben, laufen wir zum Rosental und dann bergauf Richtung L206, die wir am Margarethenhof an der "Bauerngolf" Weide vom Café "Em Höhnerstall" überqueren.
Nun führt uns die EifelSchleife sanft bergab, vorbei an noch saftigen Weiden, auf denen Kühe grasen.
Kurze Zeit später geht es wieder leicht bergauf entlang der Ränder des Naturschutzgebiets Geistal, wo es Kalkmagerrasen und einige knorrige Kiefern gibt.
Wir stoßen noch einmal auf die L206 und queren diese erneut.


Durch Wälder und Felder gelangen wir leicht ansteigend in einen fast geheimnisvollen Buchenwald, in dem sich die Reste der Stolzenburg befinden. Knorrige alte Bäume, vermooste Wurzeln und die Sonne, die durch das bunte Herbstlaub scheint, geben diesem Ort eine ganz besondere Stimmung.
Man benötigt jedoch sehr viel Fantasie, um sich hier eine Burg vorzustellen.
Eigentlich sehen wir nur mit Moos bewachsene Steine, mit Wurzeln durchzogene Felsen und eine Höhle.
Überhaupt gibt es gar keine Bilder der sagenumwobenen Burg.

Die Sage von grausamen Stolzenburg-Ritter könnt ihr hier nachlesen und anderes Wissenswertes über die Stolzenburg mit ihren unterirdischen Gängen und Höhlen findet ihr hier.
Wir erkunden die geheimnisvollen Reste des Burggeländes und genießen die herrliche Aussicht über den bunten Eifelwald Richtung Sötenicher Zementwerk.

Nach einiger Zeit begeben wir uns wieder auf die EifelSchleife, die uns nun steil bergab führt.
Unter dem dichten, rutschigen Teppich aus feuchtem Herbstlaub können wir die vielen Wurzeln und Steine oft nur erahnen und bewegen uns ganz vorsichtig hinunter ins Tal.
Wir überlegen, dass die Wanderung hier bergauf angenehmer zu laufen wäre.
Im Tal können wir den oberirdischen Teil der antiken römischen Wasserleitung bestaunen.
Oberhalb der Burg Dalbenden ist die Leitung hier für ein kurzes Stück sichtbar, um ein kleines Trockental (einen so genannten Siefen) zu überqueren.
Kaum zu glauben, dass täglich 20 Millionen Liter Eifelwasser in die römische Provinzhauptstadt Köln geleitet wurden!

An der Burg Dahlbenden machen wir noch einen kleinen Abstecher zur Urfter Mühle, wo durch die verheerende Flutkatastrophe in NRW am 14. Juli 2021 unter anderem die komplette Bahnstrecke völlig zerstört wurde und bis heute nicht wieder aufgebaut wurde.
Auch an der Burg Dalbenden finden Renovierungsarbeiten statt.

Wir entdecken noch einen alten verwunschenen Friedhof bevor wir entlang der L204 zurück zum Parkplatz gelangen.



Eine wirklich sehr schöne EifelSchleife mit abwechslungsreichen Wegen, tollen Aussichten und interessanten geschichtlichen Höhepunkten aus der römischen Zeit.

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